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E-Jugend-Betreuer Siegfried Lorenz gibt nach 30 Jahren sein Amt ab PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 17:01 Uhr


Die Saisonabschlussfeier der E-Junioren war heuer etwas von Wehmut geprägt, denn Siegfried Lorenz wird ab der neuen Saison dem FC Miltach nicht mehr als Trainer einer Nachwuchsmannschaft zur Verfügung stehen. Damit endete eine Ära beim Sportverein, die nahezu drei Jahrzehnte dauerte. Diese hervorragende Leistung würdigte am Freitag FC-Vorsitzender Norbert Neumeier durch das Überreichen eines mit dem Namen „Siegfried Lorenz" gravierten Bierkrügerls.

 

Siegfried Lorenz erlebte am Freitag eine Situation, die er seit mehreren Monaten Trainertätigkeit bei den E-Junioren vorfand. Beim Saisonstart waren es noch 13 Buben, deren Zahl sich im Verlauf von kürzester Zeit auf 8 verringerte. Bei der Abschlussfeier auf der Terrasse des Vereinsheimes fand sich dann auch nur noch dieser kleiner Mannschaftskader mit einigen Müttern ein, um die Saison bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen. Lorenz wollte dann dieser negativen Entwicklung auch nicht noch lange nachtrauern, vielmehr dankte er den Eltern für ihr Vertrauen, das sie gegenüber dem Übungsleiter zeigten und ihre Kinder dem FC zur sportlichen Ausbildung übergaben. Weiter übernahmen die Eltern dankenswerter Weise die notwendigen Fahrdienste bei Auswärtsspielen und Arbeiten beim Platzauf- und –abbau. Ferner erhielt Lorenz von verschiedenen Gönnern immer wieder Geldspenden, die in die Mannschaftskasse flossen. Mit diesen Zuwendungen konnten verschiedene Aktivitäten finanziert werden „und auch das heutige Essen belastet deshalb den Verein nicht".

Danach gab Lorenz einen detaillierten Bericht über die zurückliegende Saison der E-Junioren, die er als die schwierigste seiner 28-jährigen Jugendarbeit bezeichnete. Zu Beginn konnte er noch über einen ausreichenden Mannschaftskader verfügen und so kamen die E-Junioren des FC Miltach in der Vorrunde bei 10 Mannschaften noch auf den 4. Tabellenplatz. In der Play-off-Runde blieb allerdings nur noch der Platz 5 bei 6 teilnehmenden Mannschaften. Das Gesamttorverhältnis nach den 2 Durchgängen lautete 72:71.Nach einer vom Trainer aufgestellten Bewertungstabelle aus erzielten Toren, Spieleinsätzen und Trainingsbesuchen kam Martin Neumeier auf 45 Punkte, Tobias Wanninger auf 44 und Jakob Hörner auf 42. Als Prämien für diesen Fleiß durften die Buben aus verschiedenen Sachpreisen auswählen.Danach zog der Betreuer und Ehrenvorsitzende des FCM ein Resümee über seine 28 Jahre andauernde Trainertätigkeit, davon 10 Jahre bei A-Junioren, 15 Jahre bei E-Junioren und 3 Jahre bei F-Junioren. In dieser langen Zeit besuchte er alle angebotenen Fortbildungslehrgänge und Seminare auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene um stets auf den neuesten Stand der Trainingslehre zu sein. Bei seiner Trainer- und Betreuertätigkeit galten für ihn als oberste pädagogische Verhaltensmaßregeln: Disziplin, Einsatz, Fairnis, Freude am Sport und Kameradschaft. Den anwesenden Nachwuchskickern wünschte Lorenz für die sportliche Zukunft viel Freude und Erfolg. Als Sprecher der Buben dankte Jonas Bretzl seinem ehemaligen Trainer mit einem Gutschein.

Bei einem Quiz, bei dem es darum ging, wie hoch der derzeitige Mitgliedsstand des FCM sei, blieb Dominik Arnhold Sieger, der ganz nahe an die aktuelle Zahl von 951 kam und damit einen Essensgutschein gewann.„Mit dem Rücktritt von unserem Siegi als Trainer endet eine sehr lange Ära beim FC Miltach", bedauerte der 1. Vorsitzende Norbert Neumeier den Entschluss von Lorenz. Über nahezu drei Jahrzehnte vermittelte er auf dem Sportplatz Disziplin, Fairness, aber auch viel Menschlichkeit an die jungen Leute. Mehrere Spielergenerationen gingen durch seine Fußballschule. Als Vertreter dieser älteren Spieler war am Freitag Stefan Pankratz in der Runde anwesend. Auch die „gute Seele" des Vereinsheimes wurde bei der Abschlussfeier hervorgehoben. Lorenz überreichte an die Pächterin Agnes Kurz einen Blumenstrauß für ihre Fürsorge gegenüber den Kindern; bei Bedarf servierte sie heißen Tee oder auch kühle Getränke lund sorgte immer für saubere Dressen.